Performances und Konzerte

WALK THIS WAY

Quadrophonische Klangkomposition

am 06.07.2019

Ein performativer Spaziergang von der Kongresshalle am Zoo zum Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig – aus zwei Perspektiven. Eine sehende und eine blinde Frau erleben denselben Weg. Mit der Sprachimprovisation Automatic Speaking nach Antje Vowinckel fassen sie ihre Wahrnehmungen ungefiltert in Worte. Daraus entsteht eine quadrophonische Klangkomposition aus Geräuschen und zwei Stimmen, die auf großer Bühne vor rund 2000 Menschen zur Eröffnung des Louis Braille Festivals 2019 zu hören ist. Ein musikalisch-rhythmisches Arrangement, das die Zuhörer*innen mit auf den Weg nimmt. Hier gibt es wirklich nichts zu sehen. Schließen Sie die Augen! – Es sei denn, Sie können nicht hören, dann ist diese Klangkunst für Sie in Gebärdensprache übersetzt.

Konzept & Realisation: Martina Weber, Carina Pesch, Lena Löhr
Field Recordings: Lena Löhr
Stimme: Pernille Sonne, Martina Weber
Montage: Carina Pesch

Video mit Gebärdensprache ab Minute 2:35 bis 8:55:
https://www.mdr.de/video/mdr-plus-videos/video-317368.html

THE CHAPEL CONCERT

Experimentelles Konzert in Kooperation mit Audiotalaia

am 22. Juli 2018

Die kollektive Konzertperformance verbindet verschiedene Grade der live Improvisation mit elektronischer Musik, Field Recordings, Instrumenten und Stimmeinsatz jenseits des klassischen Gesangs. Vom GERÄUSCHKULISSE Kollektiv wirkten Martina Weber und Carina Pesch mit. Weber überzeugte mit aufgenommener Lautpoesie aus einem Mini-Lautsprecher, der ein Vibraphon in Schwingung versetzte. Pesch spielte live mit Stimmimprovisation zu Stimmen vom Band und live Field Recordings. So entstand ein musikalisches Experimentierfeld zwischen konservierten und gegenwärtigen Klängen.

Das Ensemble bestand aus Joan Cot Ros (Vibraphon, Komposition), Sonia Killmann (Saxophon), Robin Meeker-Cummings (Flöte), Robert Coleman (Zimbel, Mundharmonika), Arzu Saglam und Tiago Tobias (Electronics, Komposition), Varun Krishnan und Ludwig Meckel (live Field Recordings), Martina Weber und Carina Pesch (Stimmimprovisation und Dada-Chor), Beth Horseman, Martín Pineda und Constanze Flamme (Dada-Chor), Jolon Dixon (Dirigent).

MUND OHNE WORTE

Lautpoesie Performance im öffentlichen Raum

am 25. Juni 2016

Körper geben Laut. Was und wo ist eigentlich Stimme? Was hat sie mit uns zu tun? Und wie reagiert das Umfeld auf sie? Die Performance ergründet diese Fragen im kollektiven Experimentierfeld des öffentlichen Raumes. Sie ergründet Möglichkeiten stimmlichen Ausdrucks jenseits von Semantik und Gesang, Rhythmus und Musikalität jenseits von Partitur und Noten. In engem Zusammenhang damit beschäftigen uns Fragen des Hörens, der Normierung, der Hemmnisse, der Identität und Körperlichkeit.

Die Performance wurde in Zusammenarbeit mit dem Lautpoeten Martin Lau und dem GERÄUSCHKULISSE Kollektiv während eines Workshops entwickelt und anschließend vor dem Westwerk, auf der Karl-Heine-Straße und auf dem Jahrtausendfeld im Leipziger Westen aufgeführt.

KLANGKUNSTDINNER

Performativer Gaumengenuss in drei Gängen

Am 28. November 2019

Ein Essen im Dunkeln. Drei Gänge. Vorspeise. Hauptgang. Nachtisch. Drei  Klangkompositionen. Von drei Künstlerinnen. Eine Freude für Gaumenund Ohren.

Konzept & Aufnahmen: Lena Löhr, Carina Pesch, Martina Weber
Komposition Vorspeise: Lena Löhr
Komposition Hauptgang: Martina Weber
Komposition Nachtisch: Carina Pesch
Eine Produktion des GERÄUSCHKULISSE Kollektiv 2019